14. Dezember 2017

Wie man geheime Atomwaffentests aufspürt

Das Ziel des WWTF-Projektes "Elastic wave interaction with underground cavities" ist es Methoden zu entwickeln, mit denen anhand von seismischen Wellen im Untergrund Spuren von Nukleartests festhalten zu können.

Eine Explosion, 500 Meter unter der Erde, hinterlässt an der Oberfläche keine sichtbaren Rückstände. Im Untergrund entsteht - unbemerkt von der Öffentlichkeit - jedoch ein Hohlraum. Um unerlaubte Atomtests zu überwachen, brauchen Einrichtungen wie die Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization, CTBTO), Methoden, um solche Hohlräume aufzuspüren. Das Team bestehend aus MathematikerInnen und GeowissenschaftlerInnen versucht dabei neue Einblicke zu gewinnen, wie diese Hohlräume durch die Beobachtung elastischer Wellen an der Oberfläche entdeckt werden können.

Um diese Methoden zu testen, werden jedoch die entsprechenden Daten benötigt. Zwar gibt es in einigen Ländern durch Nukleartests entstandene Hohlräume, die ForscherInnen haben dazu jedoch keinen Zugang. Um diesen Umstand zu kompensieren, werden numerische Simulationen am Vienna Scientific Cluster durchgeführt. Die Simulationen zeigen jedoch nur einen idealisierten Fall der Interaktion einer Welle mit dem Hohlraummodell. Darum werden die Simulationen mit realen Daten aus vergleichbaren Umgebungen, z.B. Tunnels oder natürlichen Höhlen, verglichen. Das Team sucht dabei nach Mustern in den realen Daten, die auch in den Simulationen sichtbar sind.

Mehr über dieses Projekt finden Sie im aktuellen Pressebeitrag der Universität Wien, sowie auf der Projekthomepage.

"There are some sites, where we find similar conditions, for example in a natural cave or a tunnel." Schneider is looking for patterns in real data that are also visible in their simulations.

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