Diversity - Identity Call 2010SSH10-045

Jewish migration and diversity in Vienna and Berlin (1881 – 1918)


Jewish migration and diversity in Vienna and Berlin (1881 – 1918)
Principal Investigator:
Ingo Haar
Institution:
Status:
Abgeschlossen (01.12.2010 – 30.11.2012)
Fördersumme:
€ 299.900

 
Kurzzusammenfassung:

Das Projekt zielt auf die vergleichende Analyse und Beschreibung von Integrations- und Transferprozessen in den urbanen Gesellschaften in Wien und Berlin ab. Es werden dabei zwei Erkenntnisziele verfolgt: zum einen die der soziologischen Migrations- und Integrationsforschung für das 19. Jahrhundert, dass im Raum der modernen Metropolen nicht nur Platz für soziokulturelle „Ausgrenzung“ und staatlich angeleitete „Assimilation“, sondern auch Raum für soziale Segregation und kulturelle Vielfalt durch Zuzug und Bildung von Milieus von Migranten ist; zweitens, dass das Konstrukt des Nationalismus in der Moderne um 1900 im deutschsprachigen Raum auf rassistischen Fremdkonstruktionen basierten, die die Gesellschaft unter Markierung des Eigenen und des Fremden zu homogenisieren versuchten.

Zusätzlich wird eine familien-demographische Analyse der Jüdischen Gemeinde in Wien mittels der Matriken der Israelischen Kultusgemeinde (IKG) der Stadt Wien von 1826-1938 als Hauptdatenquelle durchgeführt. Die Wiener Juden waren meist über große Entfernungen durch geschäftliche und Heiratsnetzwerke verbunden. Auf diese Weise kamen die Mitglieder der jüdischen Gemeinde eher zu neuen Ideen (von den Juden der Peripherie) als die dichter vernetzten und abgegrenzten Christen. Diese Netzwerke waren sowohl sozial als auch kulturell heterogener und können durch „schwache Bindungen“ charakterisiert werden.

 

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