Richtlinien

Auf dieser Seite finden Sie die Richtlinien des WWTF und weitere Unterlagen, die im Falle der Förderung wichtig sind. 

 

Open Access Regelung

Hier finden sie die Richtlinien des WWTF zu Open Access geförderte Projekte. Der WWTF ist Gründungsmitglied des Open Access Netzwerks Austria, einer Arbeitsgruppe von ExpertInnen zum Thema Open Access. 

Der WWTF unterstützt den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und empfiehlt, dass alle WissenschaftlerInnen die im Rahmen von WWTF-Vorhaben finanzierten Publikationen frei zugänglich machen. Die dafür ggf. notwendigen finanziellen Mittel können im Rahmen der Projektantragstellung budgetiert werden und sind damit Teil des Gesamtbudgets eines geförderten Vorhabens. 

  1. Umfang:

Die Regelung betrifft sowohl Zeitschriftenartikel als auch Buchpublikationen, die aus WWTF finanzierter Forschung entstanden sind.

  1. Artes des offenen Zugangs zu Publikationen:

WWTF geförderten Vorhaben stehen grundsätzlich drei Wege der Open Access Veröffentlichung offen:

Gold Open Access: ist die Veröffentlichung in einem Open-Access-Organ mit unmittelbaren und uneingeschränkten elektronischem Zugang in der endgültigen Fassung der Publikation unter Verwendung der Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz. Üblicherweise werden dafür den AutorInnen Kosten verrechnet.[1]

Green Open Access: ist die Selbstarchivierung der von einer Zeitschrift akzeptieren Version des Artikels in einem fachspezifischen und/oder institutionellen Repositorium, das auf nachhaltige Archivierung unter bestimmten Qualitätsstandards ausgerichtet ist.[2] Dabei sollten die Embargozeiten, d.h. die Zeit zwischen Erstpublikation und Selbstarchivierung nicht länger als 6 Monate, in begründeten Ausnahmefällen, nicht länger als 12 Monate sein.

Hybrid Open Access: ist die parallele Anwendung von Publikations- und Subskriptionsgebühr für ein und dieselbe Zeitschrift. Da dadurch erhöhte Kosten für das Gesamtsystem entstehen, sieht der WWTF diese Form der Open Access Publikation als problematisch an. Sie wird aber als momentan gegebene Realität anerkannt. Die Kosten dafür können aus dem Projektbudget bestritten werden. Regelungen, in denen für bezahlte Hybridgebühren ein Nachlass für die institutionelle Subskriptionsgebühr gewährt wird, sind zu begrüßen.

Buchpublikationen: können über Gold Open Access oder Green Open Access zugänglich gemacht werden. Eine kostenpflichtige Parallelveröffentlichung als gedruckte Publikation ist zulässig.

  1. Publikationskosten:

Publikationskosten sind bereits in der Antragstellung zu berücksichtigen. Für wissenschaftliche, in qualitätsgesichterten Zeitschriften erscheinende Artikel sowie Buchpublikationen können Kosten im Rahmen laufender WWTF-Projekte aus dem Projektbudget bezahlt werden. Dabei ist auf eine Verhältnismäßigkeit der Publikationskosten zu anderen, insbesondere Personalkosten zu achten ist.

Für nach dem Projektende erscheinende Publikationen können max. 5.000 Euro aus dem Projektbudget für maximal zwei Jahre reserviert werden. In den Schlussbericht ist dafür ein konziser Publikationsplan zu inkludieren. Die Auszahlung erfolgt über die Schlussrate als nicht-rückzahlbare Pauschalsumme. Die Verwendung ist im Rahmen der Ex-Post-Evaluation (siehe Punkt 4) anzuführen.

  1. Berichtswesen:

Die Erfüllung der Open Access-Pflichten ist im regelmäßigen Berichtswesen (Jahresberichte und Schlussbericht) nachzuweisen (durch die Eingabe eines sog. persitent identifiers[3] der Open Access Publikation in das WWTF-Online-Reporting System). Das Reporting der nach Projektende entstandenen Publikationen erfolgt im Rahmen der Ex-Post-Evaluation der Projekte.

Im Final Report zum Projekt sind die Angaben über den für künftige Open Access Publikationen reservierten Betrag zu machen. Dazu gibt es unter Non-Personnel Costs die Kategorie „Dedicated Open Access Costs“. Im Textfeld soll ein knapper Verwendungsplan für die Kosten eingebeben werden und danach der Betrag, der für künftige Open Access Kosten reserviert werden soll.

—————————

[1] Als Maßnahme der Qualitätssicherung sollen Gold Open Access Zeitschriften im DOAJ gelistet sein.

[2] Verzeichnis von Open Access Repositorien.

[3] Ist eine dauerhafte Referenz im Web für digitale Objekte, z.B. eine DOI Nummer oder ein Link zu einem Objekt in einem Repositorium. Persönliche und institutionelle Webseiten werden in der Regel nicht als dauerhaft genug angesehen, um einer dauerhafte Referenz zu gewährleisten.

—————————

« zurück

Regeln guter wissenschaftlicher Praxis

Der WWTF ist Mitglied der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (OeAWI) und verpflichtet alle Geförderten zur Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis.  

mehr »

Diese Seite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Details finden Sie hier.