17. März 2017

Goldenes Zeitalter der Archaeen?

Filipa L. Sousa wurde 2015 mit der 1,6 Mio. Euro dotierten VRG-Förderung (finanziert durch die Stadt Wien) an die Universität Wien geholt (VRG15-007). "Die Presse" hat ihr und ihrer Forschung an "Archaeen" ein ausführliches Portrait gewidmet. 

Filipa L. Sousa kam von der Universität Düsseldorf an die Universität Wien ans Department für Ökogenomik und Systembiologie der Universität Wien, das von Christa Schleper geleitet wird. Dort forscht sie zu Archaeen (früher bekannt als "Urbakterien"). Von der Zellstruktur her ist diese Lebensform jedoch weder zu den Bakterien, noch zu den Eukaryoten (Menschen, Tiere, Pflanzen) zu zählen und wurde erst vor rund 40 Jahren entdeckt. Zudem werden ständig neue Linien von Archaea entdeckt. Diese Menge an Funden und deren genetisches Material werden im Labor in der Althanstraße untersucht.

Obwohl Archaea in extremen Verhältnissen wie beispielsweise unter hohen Temperaturen, unwirtlichen pH-Werten oder und hoher Druck vorkommen können, liegt das Neue überraschend nah. So konnte Schleper im Universitätsgarten am Alsergrund das erste Ammoniak oxidierende Archaeon aus Wiener Böden, in Reinkultur isolieren: "Nitrososphaera viennensis".

Hier erklären Filipa L. Sousa und Christa Schleper die Charakteristika der Archaea, hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

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